B2B-Onlineshop-Kosten 2026: Spannen & Beispielrechnung
Was kostet ein B2B-Onlineshop wirklich? Die 5 Kostenblöcke, Preisspannen von SaaS bis Agentur — und eine Beispielrechnung für 40 Geschäftskunden.
B2B-Commerce · Kosten
Was kostet ein B2B-Onlineshop?
Fünf Kostenblöcke, vier Wege — und eine Spreizung, die kaum ein anderes Softwaremarketing kennt.
Ein B2B-Onlineshop kostet im einfachsten Fall 200–500 € im Monat — und im aufwendigsten Fall 100.000 € einmalig plus laufende Wartung. Beides sind reale Zahlen aus demselben Markt: Eine B2B-SaaS-Plattform startet bei rund 250 € im Monat, ein individuell entwickeltes B2B-Portal geht schnell in den sechsstelligen Bereich. Welche Zahl für dich gilt, entscheidet sich nicht am Preis der Software, sondern an fünf Kostenblöcken — und die rechnen wir hier durch.
Die fünf Kostenblöcke
Egal ob SaaS, Shop-System oder Agentur-Bau: Die Kostenanatomie eines B2B-Shops ist immer dieselbe.
| Kostenblock | Was dazugehört | Typische Spanne |
|---|---|---|
| Software/Plattform | Abo oder Lizenz des Systems | 0–2.400 €+ pro Monat |
| Einrichtung | Setup, Produktdaten, Design, Migration | 0 € (Self-Service) bis 100.000 €+ einmalig |
| Betrieb | Updates, Support, Weiterentwicklung | 50–2.000 €+ pro Monat |
| Zahlungsgebühren | pro Bestellung, meist prozentual | ca. 1,4–2 % + Fixbetrag |
| Extras | Plugins/Apps, Schnittstellen, Templates | 0–500 €+ pro Monat |
Zwei Beobachtungen aus der Praxis, die wichtiger sind als die Tabelle:
Die Software ist meist die kleinste Position. Bei Shopware-Projekten machen die Lizenzkosten laut Branchenauswertungen nur 15–25 % der Gesamtkosten aus — der Rest ist Agentur, Betrieb und Weiterentwicklung. Wer nur Lizenzpreise vergleicht, vergleicht die Spitze des Eisbergs.
B2B-Anforderungen treiben die Kosten. Kundengruppen mit eigenen Preisen, Staffelpreise, Bestellung auf Rechnung, E-Rechnung ab 2027 — genau die Funktionen, die einen B2B-Shop ausmachen, sind bei generischen Systemen Zusatz. Und Zusatz heißt: teurere Lizenzstufe oder ein Stack aus Plugins.
Häufige Frage: Kostet ein B2B-Shop mehr als ein normaler Onlineshop? Die Software nicht — die Tarife sind dieselben. Der Betrieb schon: B2B-Funktionen sind in Standard-Tarifen oft nicht enthalten und drücken dich in Enterprise-Stufen oder Plugin-Stacks. Der Aufpreis entsteht also nicht durch „B2B" als Label, sondern dadurch, dass generische Systeme B2B nachrüsten müssen.
Was die vier Wege kosten
| Weg | Einstieg | Realistisch für B2B | Laufende Kosten |
|---|---|---|---|
| B2B-SaaS (z. B. Kontorly) | 249 €/Monat | alle B2B-Features nativ dabei | 249–1.299 €+ pro Monat |
| Shopify + Apps | ~33 €/Monat (Basic) | ernsthaftes B2B → Plus ab ~2.100 €/Monat | plus App-Abos, Agentur |
| Shopware | 600 €/Monat (Rise) | B2B → Evolve ab 2.400 €/Monat | plus Agentur für Betrieb |
| Individuelle Entwicklung | — | passt immer — kostet entsprechend | 50.000–100.000 €+ einmalig, dazu Wartung |
Shopify: Die Listenpreise klingen harmlos — Basic um die 33 €, Advanced um die 384 € im Monat. Für B2B wird es eng: Wer mehrere Preislisten, Kundengruppen-Logik und einen sauberen B2B-Checkout will, landet in der Praxis bei Shopify Plus, ab rund 2.100 € im Monat. Dazu kommen App-Abos für typische B2B-Anforderungen und ein Aufschlag von 0,6–2 % auf Zahlungen über externe Anbieter. Die fünf Kostenfallen von Shopify im B2B-Einsatz haben wir separat aufgeschlüsselt.
Shopware: Rise ab 600 €, Evolve ab 2.400 € im Monat — und die B2B-Funktionalität ist der Evolve-Stufe vorbehalten. Die Community Edition ist kostenlos, seit 2025 aber auf Unternehmen bis 1 Mio. € Jahresumsatz begrenzt. Das eigentliche Kostenargument bei Shopware ist ein anderes: Kaum jemand fährt es ohne Agentur — Setup, Updates und Betrieb sind Agentur-Arbeit. Die vollen Shopware-Kosten über drei Jahre haben wir separat aufgeschlüsselt.
Individuelle Entwicklung: Ein einfacher Shop liegt bei 5.000–15.000 €. Ein B2B-Portal mit Preislogik, ERP-Anbindung und Rollenkonzept schnell bei 30.000–100.000 € und mehr. Und danach kommt die Rechnung, die jeder unterschätzt: Wartung, Security-Updates, Weiterentwicklung — als Retainer oder in Projekten.
Der Denkfehler: Lizenzpreis statt Gesamtkosten
In Erstgesprächen fragen uns Händler fast immer: „Was kostet die Software?" Die bessere Frage ist: Was kostet der Shop über drei Jahre — inklusive Einrichtung, Apps, Agentur und der Zeit deiner Leute?
Drei-Jahres-Kosten (TCO) zu vergleichen heißt, alle fünf Blöcke auf einen Tisch zu legen. Der häufigste Befund: Das günstigste Lizenzmodell ist selten der günstigste Shop. Der Plugin-Stack, der im ersten Jahr 80 € im Monat kostet, ist im dritten Jahr ein eigener Kostenblock mit Wartung, Inkompatibilitäten nach Updates und Ausfallzeiten.
Beispielrechnung: 40 Geschäftskunden, 3.000 Bestellungen im Jahr
Szenario: Großhändler, 40 feste Geschäftskunden, 3 Kundengruppen, Staffelpreise, Bestellung auf Rechnung, rund 3.000 Bestellungen pro Jahr.
| Weg | Erstes Jahr | Ab Jahr 2 |
|---|---|---|
| B2B-SaaS (Business-Stufe) | ~5.400 € | ~5.400 € |
| Shopify Plus | ~25.200 € plus Apps/Agentur | ~25.200 € plus Apps |
| Shopware Evolve | 28.800 € plus Agentur-Setup | 28.800 € plus Agentur |
| Individuell gebaut | 50.000–100.000 €+ | Wartungsvertrag, oft 15–20 % der Investition pro Jahr |
Die Spreizung ist das eigentliche Ergebnis: Für dasselbe Szenario spannen sich die Kosten um Faktor 5 bis 20. Mitentscheidend ist dabei nicht nur der Preis, sondern auch das Risiko — was passiert, wenn der Shop nach zwei Jahren nicht mehr passt?
Welcher Weg passt zu welcher Unternehmensgröße?
Kosten allein sagen wenig — entscheidend ist, welcher Weg zu deiner Größe, deinem Umsatz und deinen Prozessen passt. Grobe Orientierung (keine Grenzen, sondern Faustregeln):
| Unternehmensgröße | Realistischer Weg | Warum |
|---|---|---|
| Kleine Unternehmen (bis ~1 Mio. € Jahresumsatz) | B2B-SaaS-Einstieg | geringe Fixkosten, kein Investitionsrisiko, monatlich planbar |
| Wachsender Mittelstand (~1–10 Mio. €) | B2B-SaaS (Business-Stufen) | B2B-Features nativ; Shopware hieße Lizenz plus Agentur-Overhead |
| Mittlerer Mittelstand (~10–50 Mio. €) | gemischt: SaaS Enterprise oder Shopware Evolve | ERP-Anbindung und SLAs werden wichtig |
| Großhandel/Konzern (50 Mio. €+) | Shopware Evolve/Beyond oder individuell | Volumen, Spezialprozesse, eigene IT |
Wer tief in SAP oder ein gewachsenes ERP verzahnt ist, für den kann ein System wie Shopware oder eine individuelle Lösung sinnvoll sein — diese Unternehmen haben die Prozesse, die Agentur und das Budget dafür. Aber das ist längst nicht mehr die einzige Option: Auch B2B-SaaS-Plattformen reichen ERP-Anbindungen nach. Kontorly etwa bietet im Enterprise-Paket ERP-Anbindung, individuelle SLAs und Datenmigration an — und ist damit bewusst als Alternative für genau diese Übergangszone gebaut.
Für alle unterhalb dieser Zone — vom Kleinstunternehmen bis in den mittleren Mittelstand — kehrt sich die Rechnung um: Die hohen Einmalkosten und das Risiko teurer Unflexibilität entfallen komplett.
Klarheit statt Spannen
Ein B2B-Onlineshop ist ein ernstes Investment, und die Kosten variieren stärker als in fast jedem anderen Softwaremarkt. Wenn du dich durch die fünf Blöcke gearbeitet hast, bleibt die eine Erkenntnis: Nicht die Software kostet dich das Geld, sondern das Drumherum — Agentur, Apps, Betrieb, Migrationen.
Genau hier setzt Kontorly an. Starter 249 € im Monat, Business 449 €, Enterprise ab 1.299 € — Staffelpreise, Kundengruppen und E-Rechnungen in jedem Paket enthalten. Keine Agentur nötig, kein Plugin-Stack, kein Prozent deiner Umsätze. Über drei Jahre kostet Kontorly Business 16.164 € — weniger als ein einzelnes Agentur-Projekt auf den anderen Wegen. Und weil es ein Abo ist, bleibt du flexibel: wächst dein Geschäft, stufst du hoch; ändert sich dein Markt, bist du nicht in eine sechsstellige Investition eingesperrt.
Für kleine Unternehmen bis hin zum mittleren Mittelstand ist Kontorly damit die Lösung mit dem klarsten Kostenprofil: keine hohen Einmalkosten, kein Risiko teurer Unflexibilität, planbare Monatskosten.
Kontorly ist eine deutsche B2B-E-Commerce-Plattform (SaaS) für Onlineshops mit Staffelpreisen, Kundengruppen und direkten Bestellungen von Geschäftskunden. Made in Germany, aus Hamburg.
Was kostet dein Shop konkret? Das hängt von deinen Kunden, deinen Preisen und deinen Prozessen ab — in einer 30-minütigen Demo rechnen wir es dir durch.
FAQ
Kann ich nicht einfach ein kostenloses System nehmen?
Klar — WooCommerce und die Shopware Community Edition kosten 0 € Lizenz. Aber B2B-Funktionen kommen aus Plugins oder sind gesperrt, und Betrieb, Updates und Sicherheit liegen komplett bei dir. 0 € Lizenz heißt nur dann 0 € Gesamtkosten, wenn deine Zeit nichts kostet. Wie genau die WooCommerce-Plugin-Rechnung aussieht, rechnen wir hier auf.
Womit sollte ich als Mittelständler rechnen?
Als realistische Bandbreite: 250–500 € im Monat für eine B2B-SaaS-Plattform, 600–2.400 € Monatslizenz bei Shopware plus Agenturpauschale, ab rund 2.100 € bei Shopify Plus. Faustregel: Kalkuliere das Dreifache der Lizenz als Gesamtkosten — dann liegst du meist richtig.
Was kostet ein B2B-Onlineshop pro Jahr?
Für dasselbe Szenario — 40 Geschäftskunden, 3.000 Bestellungen im Jahr: B2B-SaaS rund 5.400 €, Shopify Plus rund 25.200 € plus Apps und Agentur, Shopware Evolve 28.800 € plus Agentur, individuell gebaut 50.000–100.000 € einmalig. Die Spreizung liegt bei Faktor 5 bis 20 — die vollständige Rechnung steht in der Beispielrechnung oben.
Preisangaben Stand August 2026: öffentliche Listenpreise von Shopify und Shopware; Agenturspannen aus Branchenauswertungen (u. a. Qualimero, Ostend Digital). Prüfe die aktuellen Preise vor deiner Entscheidung.

Über den Autor · Jonas Czolbe
Jonas Czolbe ist Co-Founder von Kontorly. Vor Kontorly hat er über zehn Jahre lang Onlineshops geplant, gebaut und betreut — über 50 Projekte in Magento, WooCommerce, Shopify und Shopware.
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