Shopware-Kosten 2026: Was B2B-Händler zahlen
Shopware-Kosten 2026: Rise 600 €, Evolve 2.400 € — aber die Lizenz ist nur 15–25 % der Gesamtkosten. Agentur, Betrieb und die 3-Jahres-Rechnung für B2B.
B2B-Commerce · Kosten
Shopware-Kosten:Was bleibt von 600 €?
Die Lizenz ist der kleinste Posten — Agentur, Setup und Betrieb schreiben die eigentliche Rechnung. Drei Jahre B2B, ehrlich aufgeschlüsselt.
600 € im Monat. Das ist die Zahl, mit der Shopware im Preisgespräch steht — und sie ist ehrlich gemeint. Nur sagt sie fast nichts über die Rechnung, die am Ende auf deinem Tisch landet. Wer Shopware für B2B evaluiert, vergleicht Lizenzpreise und unterschätzt systematisch die zwei Posten, die die Gesamtkosten bestimmen: Agentur und Betrieb. Branchenauswertungen sind sich ungewöhnlich einig — die Lizenz macht bei Shopware-Projekten nur 15 bis 25 Prozent der Gesamtkosten aus. Dieser Artikel rechnet die anderen 75 bis 85 Prozent auf.
Die kurze Antwort
Shopware kostet im B2B-Einsatz realistisch ab 2.400 € im Monat (Evolve-Stufe — darunter fehlen die B2B-Funktionen), dazu ein Agentur-Setup von 5.000–15.000 € für einfache Shops und 30.000–100.000 €+ für B2B-Portale mit Preislogik und Schnittstellen, plus laufende Wartung von typischerweise 15–20 % der Investition pro Jahr. Über drei Jahre liegt ein ernsthaftes B2B-Setup damit bei 115.000 € und mehr — bei einem Lizenzanteil von einem Fünftel. Die 600 € aus dem Preisgespräch sind der kleinste Posten der Rechnung.
Die vier Editionen — und was sie bedeuten
Die Shopware-Preisseite nennt vier Stufen. Die Zuordnung zu deinem Vorhaben ist wichtiger als die Zahlen selbst:
| Edition | Preis (Monat) | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Community Edition | 0 € | Open-Source-Kern, self-hosted, ohne Support |
| Rise | ab 600 € | Standard-Commerce, D2C-fokussiert |
| Evolve | ab 2.400 € | B2B-Funktionen: Preislisten pro Kunde, Quick-Order |
| Beyond | individuell (~6.500 €+) | Enterprise-Szenarien, individuelle Verträge |
Für B2B beginnt die Rechnung in Zeile drei. Mit Rise baust du keinen Shop mit Staffelpreisen je Kundengruppe und Bestellung auf Rechnung — du baust einen D2C-Shop mit B2B-Anbau. Wer Shopware-Kosten seriös kalkuliert, startet bei Evolve. Das Fünffache des beworbenen Einstiegspreises, bevor die erste B2B-Preisliste im System ist.
Häufige Frage: Ist die Community Edition nicht kostenlos? Die Lizenz ja — seit März 2025 aber nur für Unternehmen bis 1 Mio. € Jahresumsatz. Und kostenlos heißt bei Self-Hosting: Hosting, Updates, Security, Performance und jede Erweiterung liegen bei dir oder deiner Agentur. Die 0 € stehen für ein Betriebsmodell, nicht für ein kostenloses B2B-Shop-System. Für einen seriösen B2B-Betrieb ist die CE realistisch kein Weg — die Ersparnis der Lizenz kaufst du mit Agentur-Stunden zurück.
Der größte Posten: Agentur und Setup
Shopware ist auf Agenturbetrieb ausgelegt — das ist keine Kritik, es ist die Architektur einer Suite. Setup, Theme, Plugins, Schnittstellen zu ERP und Versand, Performance-Tuning: Das ist Projektarbeit. Die Spannen aus Branchenauswertungen:
- Einfacher Shop: 5.000–15.000 € einmalig
- B2B-Portal mit Preislogik, Rollen, ERP-Anbindung: 30.000–100.000 € und mehr
- Laufende Wartung: typischerweise 15–20 % der Investition pro Jahr — als Retainer oder in Projekten
Danach bleibt die Frage: Wer kennt dieses System in drei Jahren? Ein individuell aufgebauter Shopware-Shop lebt von der Agentur, die ihn gebaut hat. Fällt sie weg, bleibt eine Suite, die niemand mehr richtig durchschaut. Diese Abhängigkeit kostet nichts direkt — bis sie kostet.
Was B2B spezifisch verteuert
Die B2B-Funktionen der Evolve-Stufe sind gut: Preislisten pro Kunde, Quick-Order für Einkäufer, anpassbare Prozesse. Aber jede Anforderung darüber hinaus — mehrschichtige Staffelpreise je Kundengruppe, deutsche E-Rechnungs-Formate ab 2027, besondere Freigabe-Workflows — läuft über Erweiterungen aus dem Plugin-Markt oder individuelle Entwicklung. Jede davon: Auswahl, Installation, Pflege, Kompatibilität bei Updates.
Dazu kommt die Stufenlogik selbst: Wachstum, das über Evolve hinausgeht, mündet in Beyond — individuelle Verträge, individuelle Preise. Wachstum zu planen heißt bei einer Suite, die nächste Verhandlung mitzuplanen.
Die 3-Jahres-Rechnung
Szenario aus unseren Beratungsgesprächen: 40 feste Geschäftskunden, 3 Kundengruppen mit eigenen Preislisten, Staffelpreise, Bestellung auf Rechnung, rund 3.000 Bestellungen im Jahr.
| Position | Shopware (B2B-realistisch) | Kontorly Business |
|---|---|---|
| Lizenz/Abo | Evolve 2.400 €/Monat | 449 €/Monat |
| Setup | Agentur ab ~30.000 € (B2B-Portal) | 0 € — im Browser eingerichtet |
| Wartung & Betrieb | ~15–20 % der Investition/Jahr | inklusive |
| Drei Jahre gesamt | ~116.400 €+ (Abo + Setup, ohne Wartung) | 16.164 € |
Mit Rise und einem D2C-Fokus fährst du günstiger — nur eben ohne B2B-Preislogik. Die vollständige Aufschlüsselung aller vier Wege (SaaS, Shopify, Shopware, individuell) steht in Was kostet ein B2B-Onlineshop?
Wann sich Shopware trotzdem lohnt
Diese Rechnung ist kein Verdict. Shopware ist eine der reifsten Commerce-Suiten Europas, aus Deutschland, mit einem starken Partnernetzwerk. Sie lohnt sich, wenn dein Szenario groß ist: mehrere Verkaufskanäle, internationale Märkte, Prozesse, die keine Standard-Software abbildet. Wenn du eine Agentur im Vertrag hast, die die Suite kennt — und ein Budget, das Evolve plus Ausschöpfung der Suite trägt. Dann bekommst du für dein Geld eine Skalenzuordnung, die ein SaaS-Service dieser Preisklasse nicht liefert.
Wenn dein Kerngeschäft aber der deutsche Großhandel mit 40 Geschäftskunden ist — Katalog, Staffelpreise je Kundengruppe, Bestellungen auf Rechnung —, bezahlst du mit Shopware Architektur, die du nie vollständig nutzt. Kontorly ist eine deutsche B2B-E-Commerce-Plattform (SaaS) für Onlineshops mit Staffelpreisen, Kundengruppen und direkten Bestellungen von Geschäftskunden. Made in Germany, aus Hamburg. Staffelpreise, Kundengruppen und E-Rechnungen sind ab dem ersten Tag nativ dabei — ohne Agentur-Setup, ohne Stufenlogik, ohne Beteiligung an deinem Umsatz.
Den direkten Vergleich zwischen Suite und SaaS-Service — Betriebsmodell, Features, Abhängigkeiten — haben wir auf einer Seite zusammengestellt: Die Shopware B2B Alternative im Detail
Ob das Modell zu deinem Geschäft passt, siehst du in 30 Minuten: Demo buchen — kostet nichts, verpflichtet zu nichts.
FAQ
Brauche ich für Shopware eine Agentur?
In der Praxis fast immer. Setup, Theme, Plugins und Schnittstellen zu ERP oder Versand sind Projektarbeit: 5.000–15.000 € für einfache Shops, 30.000–100.000 € für B2B-Portale mit Preislogik. Dazu laufende Wartung von typischerweise 15–20 % der Investition pro Jahr.
Lohnt sich Shopware für kleine B2B-Shops?
Selten. B2B beginnt bei Shopware in der Evolve-Stufe (2.400 €/Monat) plus Agentur-Setup — Architektur, die kleine und mittlere Händler nicht vollständig nutzen. Shopware spielt seine Stärken bei großen, mehrkanaligen Szenarien aus; für den klassischen deutschen Mittelstand ist der Weg über B2B-SaaS meist der klarere.
Gibt es günstigere Alternativen zu Shopware für B2B?
Ja — für den deutschen Mittelstand vor allem B2B-SaaS-Plattformen: Staffelpreise, Kundengruppen und E-Rechnungen nativ dabei, ohne Agentur-Setup und ohne Stufenlogik. Kontorly etwa startet bei 249 €/Monat. Den direkten Vergleich findest du auf der Shopware-B2B-Alternative-Seite.
Preise Stand August 2026: Shopware-Listenpreise (Rise ab 600 €, Evolve ab 2.400 €, Beyond individuell) laut shopware.com/de/preise; Agenturspannen und Lizenzanteil aus Branchenauswertungen (u. a. Qualimero, Ostend Digital). Kontorly: Starter 249 €, Business 449 €, Enterprise ab 1.299 € im Monat. Prüfe aktuelle Preise vor deiner Entscheidung.

Über den Autor · Jonas Czolbe
Jonas Czolbe ist Co-Founder von Kontorly. Vor Kontorly hat er über zehn Jahre lang Onlineshops geplant, gebaut und betreut — über 50 Projekte in Magento, WooCommerce, Shopify und Shopware.
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